Holocaust-Gedenktag an der Kantonsschule Reussbühl Luzern

Am 27. Januar 1945 befreiten Angehörige der Sowjetischen Armee den riesigen Komplex des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz im heutigen Polen. Dieses Ereignis steht stellvertretend für die Überwindung der von Rassismus, Antisemitismus und Terror geprägten nationalsozialistischen Herrschaft, die ihren grausamen und menschenverachtenden Ausdruck im millionenfachen systematischen Mord an Juden, Roma, Sinti, Slawen, Behinderten, Homosexuellen und vielen anderen Menschen gefunden hat.

Flyer Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2015 an der Kanti Reussbühl, Ausstellung 26.-30. Januar 2015

Den Opfern gedenken - zum Handeln ermutigen
Der Gedenktag ist in erster Linie den Millionen von Opfern gewidmet. Diese Millionen von Menschen mit ihren Namen, Gesichtern, ihren je eigenen Geschichten und Zukunftsplänen stehen am Anfang der Auseinandersetzung mit dem Holocaust / der Shoah.
Dieser Tag soll aber auch zum Handeln auffordern. Er ruft uns dazu auf, unsere Welt nicht aus den Augen zu verlieren, einzuschreiten, wo Menschlichkeit nichts mehr gilt und Menschen von Diskriminierung, Verfolgung oder Vernichtung bedroht sind. Hier wie anderswo.

Begleitende Ausstellung, Bücher, Medien
In der Woche vom 26. bis zum 30. Januar 2015 erhalten alle Lernenden der Kantonsschule Reussbühl die Möglichkeit, sich anhand einer kleinen Ausstellung vor der Aula über die damaligen Ereignisse zu informieren. Ebenfalls wird in der Bibliothek besonders auf Bücher und Medien zum Thema aufmerksam gemacht.

Projekttag für die 4. Klassen: Geschichte, Diskussion, Film und Theater 
Am 27. Januar 2015 setzen sich — wie seit 2005 in jedem Jahr — die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen gemeinsam mit ihren Geschichtslehrpersonen mit den damaligen Ereignissen, mit den Opfern, den Tätern und ihren Geschichten auseinander. Am Vormittag anhand von Quellen und Dokumentationen, am Nachmittag mittels mehrerer Filme zu dieser Thematik («Schindlers Liste», «Der Pianist», «Das Leben ist schön», «Zug des Lebens») oder dem Besuch einer Aufführung des Forumtheaters «act-back» www.forumtheater-act-back.ch.
Damit sollen die Schülerinnen und Schüler sowohl kognitiv-intellektuell als auch emotional die Ursachen, den Verlauf und die Folgen dieses Jahrhundertverbrechens kennen lernen.