Holocaust-Gedenktag an der Kantonsschule Seetal

Schülerinnen und Schüler der Kanti Seetal schaffen ein Momentbild von Anne Frank mit den Massen 20 x 30 Metern
Das Porträt von Anne Frank bestehend aus 60 000 Papierquadraten. Damit versuchten Schülerinnen und Schüler sich der Anzahl der Opfer des Nationalsozialismus anzunähern.

Programm

  • Unterricht
    Modul 1: Rollenspiel „Holocaust“ mit den Schauspielern Dani Mangisch und Kenneth Huber aus Zürich. Szenischer Briefwechsel zwischen einem Amerikaner und einem aus dem Nazi-Deutschland zurückgekehrten Geschäftspartner (Kressmann Taylor: „Empfänger unbekannt“, 1938).
    Modul 2: Werkstatt „Holocaust“ in sieben Posten: Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten an sieben verschiedenen Posten die NS-Diktatur und den Holocaust. Die Lehrpersonen  versorgen die Schülerinnen und Schüler mit Kopien und betreuen sie bei der Überprüfung der Lösungen.
    Modul 3: Bildnerisches Gestalten: „Annäherung an die Opferzahl“ in der Dreifachturnhalle; 60‘000 Papierquadraten werden so gelegt, dass das Porträt von Anne Frank entsteht. Die Zahl 60'000 entspricht einem Prozent der sechs Millionen Toten
  • Präsentation des Films „Akte Grüninger“ (CH/A, 2014) von Alain Gsponer
    Diskussion über den Film im Klassenverband. Anschliessend Vorbereitung und Durchführung der Nachbesprechung zum Film mit Hilfe eines ausführlichen Unterrichtsdossiers.
  • Referat: Die heutige Flüchtlings- und Migrationssituation im Vergleich mit dem Holocaust, Frau Simone Renner (DEZA); anschliessend Fragen/Diskussion. 
  • Workshop zum Thema Zivilcourage in 10 Workshop-Gruppen: Zuerst kurze Einführung in den Begriff der Zivilcourage. Jede Workshop-Gruppe liest sich in die Biografie einer zivilcouragierten Person ein (Menschen mit Zivilcourage. Publikation des Bildungs- und Kulturdepartements anlässlich des Holocaust-Erinnerungstages), befasst sich mit deren zivilcouragierten Handeln und gestaltet ein aussagekräftiges Plakat dazu. Ausgewählt wurden fünf Personen aus der Zeit des Dritten Reiches (Magnus Hirschfeld, Anton Schmid, Ernst Prodolliert, Elsbeth Kasser, Rösli Näf) und fünf Personen aus der Zeit nach 1945 (Rosa Parks, A. S. Politkowskaja, China Kaitetsi, Edward Snowden, Malala Yousafzai).  
  • Podiumsdiskussion in der Aula:
    Zu Gast sind Herr Dr. Daniel Frank (Vizepräsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes, Diplomat im EDA für Völkerrecht), Frau Anu Sivaganesan (aus Sri Lanka, MLaw, Präsidentin Migration & Menschenrechte, mit Spezialgebiet Zwangsheirat) und Frau Dr. Luzia Vetterli (Rechtsanwältin mit Arbeitsgebiet Menschenrechtsschutz und Migrationsstrafrecht).
  • Vorstellung der Arbeiten der Workshops: Stellungnahme der Workshop-Gruppen zum Thema Zivilcourage und Präsentation der Plakate; dazu Kommentare der drei Gäste.
  • Podiumsdiskussion, moderiert von Thomas Rutschmann und Paul Bernet: Gespräch über Menschenrechte, Antisemitismus, Terrorismus, Integration, Zwangsheirat, Flüchtlingsproblematik, Rechte der Sans-Papiers, etc.

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